Philosophie

SchleifereiAufbereiten und Reparieren statt Wegwerfen

In der heutigen Zeit kaufen viele Menschen lieber neue Sachen, obwohl ihre alten Gerätschaften nur eine kleine „Auffrischung“ nötig hätten.

Die „Wegwerf-Gesellschaft“ konsumiert oft unbedacht und auch ohne groß zu überlegen, was hinter jedem Produkt steckt:

- vom Rohstoff zum Rohmaterial

- Produktion und Herstellung

- Logistik und Transport

- Verpackung, Lagerhaltung usw.

Leider das alles ohne Berücksichtigung des Umweltaspekts!

Oft stecken hinter Erbstücken, wie z.B. dem Lieblings-Kochmesser der Oma oder dem Taschenmesser des Onkels wahre Schätze. Immer wieder fallen mir schöne Dinge in die Hände, die man einfach schon vergessen hat, den emotionalen Wert unterschätzt oder wieder neu für sich entdeckt.

Ich persönlich sehe auch die aufgebrachte Arbeitszeit und das jahrelang erlernte Wissen eines längst verstorbenen Handwerkers als unwiederbringliche Ressource. Als ich vor einiger Zeit ein altes Beil in der Scheune gefunden hatte, malte ich mir in Gedanken aus, wie ein Schmied geschwitzt hat als er das Werkstück aus der Esse nahm, auf dem Amboss in Form brachte und nach getaner Arbeit stolz auf sein Werk war, dann für einen Kunden einstielte, schliff und ihm es übergab. Wie viele unzählige Stunden war das Beil wohl wertvoll im Einsatz, bevor es vergessen in der Ecke landete?

Es ist schön sich für ein etwas älteres Stück bewusst Zeit zu nehmen, es aus der hintersten Schublade zu holen und ihm neues Leben einzuhauchen.

Meiner Meinung nach passen zum gelebten Umweltschutz und der Naturliebe sowohl die selbstverständliche Mülltrennung und das Energiesparen im Alltag, als auch

gebrauchte stumpfe Messer, Scheren u.v.m. nachschleifen zu lassen